Ich schreie in das leere Haus

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Tom Bresemanns neuer Gedichtband Wohnen und Arbeiten im Denkmal ist sarkastisch, zornig und steht in krasser Opposition zu jeglicher Idylle.

Klar, Bresemann und Berlin, das gehört zusammen. Aber wo in Berliner Fenster die Zeilen noch weitestgehend ordentlich gebunden waren, geht es nun doch nochmal eine Spur wilder zu: Das lyrische Ich stellt Fragen, die es sich im selben Atemzug beantwortet, mal kursiv hervorgehoben, mal in Klammern, mal springen die Absätze von links nach rechts, Groß- und Kleinschreibung wechseln sich ab, Durchstreichungen, Schimpfwörter sprengen den Text – man meint, dieser Autor könnte kaum an sich halten mit dem, was er zu sagen hat.

Dass das alles ein Konzept hat und sehr genau gearbeitet ist, verdeutlicht der Blick in den Anmerkungsapparat: Hier gibt Bresemann Quellen an, von Luther bis zu Angela Merkel, von Arbeiterliedern bis zu Interviewfragen an den ehemaligen NPD-Chef Holger Apfel; im Textteil liest sich das dann so („die schuld dem fleische“): „wenn die schönen wesen zur 13. stunde/erscheinen, werden sie den menschen/endlich sagen, dass sie ein nazi sind?

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