Wenn es einen Wald gibt, dann auch einen Jäger

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Die dritte Einzelveröffentlichung eines G13-Mitglieds in diesem Herbst kommt nach Lea Schneider und Linus Westheuser von Rike Scheffler, die als Musikerin und Dichterin in zwei künstlerischen Fächern reüssiert. Das merkt man ihrem Band Der Rest ist Resonanz an – der leider dadurch aber auch etwas unentschieden wirkt.

Die bizarre Gestalt auf dem Umschlagposter, zusammengesetzt aus Frosch-Skelett, Hirschgeweih und Schilfrohren, legt die Fährte für die ersten Kapitel, die ganz im Zeichen der Natur stehen, freilich stets nur auf der Möglichkeitsebene. Wie wäre es, wenn man wirklich alles hinter sich lässt? An den See, ins Moos oberhalb der Baumzone zieht („angenommen, man lässt es sich gutgehen“) Man will diesem lyrischen Ich gerne folgen: Die erträumten Szenerien formen Idylle, sind aber auch dunkel-melancholische Abbilder des Wunschdenkens, vielleicht einer großstädtischen Fluchtphantasie. Rike Scheffler verleiht diesen Phantasien durch ihr musikalisches Gespür einen Drive, der eine hypnotische Wirkung entfaltet: „man beginnt sich zu zwingen, auch im innern zu klingen“; gegen Ende schleicht sich sogar klassische Metrik ein: „nie war die neigung des erdballs so herrlich, niemals die zinkweißen nächte so weiß.“

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Rike Scheffler, begleitet von Simon Bauer am Kontrabass, beim Fest zum 10. Geburtstag von Kookbooks am 14. Mai 2013 im Theaterdiscounter Berlin

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