Das traurigste Album des Jahrzehnts


Songs wie ein sepiafarbener Schleier: Ausschnitt aus dem Albumcover

Bei manchen Alben dauert es eben etwas länger, bis sie sich in den Gehörgängen festgesetzt haben. „The Meadowlands“ von The Wrens ist ein solches Album.

Veröffentlicht bereits 2003, ist es erst jetzt der Redaktion von The Daily Frown in die Hände gefallen. Und ohne zu übertreiben könnte man es als Anwärter für das traurigste Album des Jahrzehnts ins Rennen schicken: Traurig nicht nur die Entstehungsgeschichte, war es (einen ähnlichen Schicksalsschlag erlebten ja Wilco mit dem nun epochalen „Yankee Hotel Foxtrot“) der Plattenfirma zu unkommerziell für eine Veröffentlichung und nach einigem Hin und Her dann doch mit mehrjähriger Verspätung in die Läden gekommen. Traurig in bester Hinsicht auch die Songs, die einer um den anderen wie der sepiafarbene Schleier des Albumcovers die Themen Verlassenheit, Erschöpfung und – natürlich – Liebeskummer umkreisen:

„And now you’re sorry/For the things you did to me/I want you to know/I feel I was the one who/got used and used to/just about anything you would tell me“

Da möchte man doch im tiefsten Brunnen versinken, das Leben aussperren und die Kopfhörer fester auf die Ohren drücken: Danke, liebe Wrens, für dieses Album! Besser spät als nie: Unser Tipp für die gepflegte Sommer-Depression.

The Wrens: The Meadowlands. 13 Tracks, 56:13 Min. Absolutely Kosher Records 2003

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