Dreimal Suhrkamp

Regenbogenstimmung im Suhrkamp-Laden (Foto: Facebook)

Das ist natürlich was für The Daily Frown-Fans, die ja idealearweise auch Suhrkamp-Fans sind:

In Berlin gibt es jetzt einen Suhrkamp-Laden. Die Süddeutsche mokierte schon: Flagship-Store-Hype, unterkühlt modern – alles naturgemäß Unsinn, wo sonst könnte man die Pop Art des edition suhrkamp Regenbogens besser präsentieren als auf weißem Hintergrund in großzügigen Regalmetern?

Passend dazu zwei Lesetipps, der eine farblich, der andere eher inhaltlich passend:

Bernd Cailloux berichtet aus dem „Geschäftsjahr 1968/69“, in dem zwei ehemalige Journalisten eine antikapitalistische Gartenlaubenfirma gründen, ein neuartiges Stroboskop erfinden und dann doch auf einmal das große Geld machen &ndash oder zumindest einer von ihnen (Nr. 2408). Auch Renatus Deckert ist ein Suhrkamp-Autor mit dem Händchen für gute Ideen: er hat mir nichts, dir nichts 100 Autoren einen Fragebogen zu ihrem „Ersten Buch“ geschickt und daraus selbst ein Buch gemacht. Von Jürgen Becker (Nr. 61) bis Durs Grünbein (Nr. 1507) sind wiederum viele edition suhrkamp Debütanten mit von der Partie in diesem feinen Buch, das eigentlich ganz viele Bücher ist.

Das Schöne an der edition suhrkamp ist ja neben dem Regenbogen der neverending Reihe (jedes Spektrum ist zugleich Anfang und Ende) auch der selbst gestellte Anspruch, Theorie (Walter Benjamin, Ludwig Wittgenstein, Umberto Eco, oder besser gesagt Nr. 28, 12 und 895) neben Literatur (Peter Handke, Hans Magnus Enzensberger, Uwe Johnson, oder besser gesagt Nr. 307, 217 und 1822) zu stellen. Und das wirklich über die vergangenen Jahrzehnte durchzuhalten. Von einer kleinen Änderung des Layouts mit der Neuen Folge nach Nr. 1000 (Titel statt links unten nun mittig oben) und gelegentlich Umschlag-Ausstattung mal abgesehen, erscheinen immer noch zuverlässig vier Titel pro Monat (sogar Adam Green hat in die Reihe hineingefunden: Nr. 2405, ein Tatbestand, der eines der ersten Daily Frown Themen war) und garantieren, dass die Serie nicht abreißt. Und jetzt genug geschwafelt, ab ins Subito, äh, die Autorenbuchhandlung zum Titelnummern-Abzählen!

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