Ach ja (ein Bart sagt mehr als tausend Worte)

Johnny Cashs sämtliche Aufnahmen, die noch irgendwo aufgetrieben werden konnten, werden ja in letzter Zeit recht schamlos auf den Markt geworfen.

Unter den nun wirklich allerletzten (?) Sessions mit Rick Rubin (im Bild rechts zu sehen) mit dem pathetischen Titel American V – A Hundred Highways findet sich das Stück „God’s Gonna Cut You Down“. Dieses Traditional fand ja schon vor einiger Zeit Eingang in das „Techno und Blues“ (Amazon.de) Album Play von Moby – als lustiger Shuffle mit dem Titel „Run On“.

Hat jetzt Johnny Cash wissentlich (unwahrscheinlich) einen Retro-Cover-Song gespielt und sich damit über Mobys Version hinweggesetzt? Vermutlich (wahrscheinlicher) kannte er Moby gar nicht und allein Rick Rubin hat noch einmal tief in seine Trickkiste gegriffen und dem alten Mann einen Song vorgelegt, der eine Pop-Metamorphose hinter sich hat und gleichzeitig den Hauch des Urwüchsigen mit sich bringt. Der alte Fuchs.

Interessant ist es ja schon, wenn man Mobys Version in den Ohren hat und dann Cash singen hört, wobei sich unweigerlich ein wohl sonst recht unwahrscheinlicher Vergleich zwischen beiden nicht vermeiden lässt. Das Klatschen im Hintergrund und Johnny Cashs schon arg brüchige Stimme vor einer spartanischen musikalischen Untermalung und der typisch monotone Gesang Mobys scheinen auf einmal gar nicht soweit voneinander entfernt zu sein.

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