I’ve stepped in the middle of seven sad forests

Am wunderbarsten sind doch immer die Überschriften, die mit dem Blog-Eintrag auf den ersten Blick überhaupt nichts zu tun haben. In Bezug auf neue Kinofilme pflege ich eine Gewohnheit die eine ähnlich kindische Beliebigkeit erkennen läßt.

Nämlich die (Neu-)Bewertung eines Films aufgrund eines Pressefotos. Besonders wenn ich nach Lektüre einer Kritik zu selbigem Film bereits ein vernichtendes Urteil (Deutscher arroganter Anti-Sozialromantik Nicht-Humor) gefällt habe. Wie geschehen bei „Am Tag als Bobby Ewing starb“ (Start: 2.Juni). In den 80er Jahren: antiautoritär eingestellte Mutter zieht mit ihrem davon nicht sehr begeisterten Sohn in eine Landkommune beim AKW Brokdorf. Dort hat Peter Lohmeyer die Latzhosen an und geht bald allen fürchterlich auf den Keks. Well, dachte ich, wenigstens kein Daniel Brühl – aber das wird wohl wieder ein langweiliger, schlimmstenfalls noch tragikomischer (!) „neuer deutscher“ Film. Eine erste Abkehr von dieser Haltung wurde vom oben zu sehenden Bild (Titel: „Dosenwerfen“) ausgelöst, auf das ich kurze Zeit später in einem anderen Zusammenhang stieß. Wenn ich Roland Barthes gelesen hätte könnte ich jetzt erklären, dass mir irgendein völlig subjektives Punctum ins Auge gesprungen ist. Da dem aber nicht so ist lasse ich derart medienwissenschaftliche Ausführungen links liegen; jetzt doch angespornt suchte ich nämlich im nächsten Schritt die Webseite für „Am Tag als Bobby Ewing starb“ (www.bobbyewing.de) heraus und hatte dort mein zweites Aha-Erlebnis: Kein geringerer als Gerhard Seyfried, einer der besten unabhängigen deutschen Comiczeichner, hat mit seinem unverkennbaren Stil das Filmplakat besorgt! Schwupps, schon bin ich neugierig. Mal abwarten ob’s berechtigt ist.

Wo wir schon bei Bildern sind – just on a short note: das Cover des neuen White Stripes-Albums, erscheinend am 6. Juni, ist bereits auf amazon.com zu begutachten. Der Titel lautet übrigens „Get Behind Me Satan“. Sehr biblisch, nicht wahr? Wie üblich herrschen die Signalfarben rot und schwarz vor, Meg White sieht dafür jetzt aus wie eine Adelsdame (außerdem hat sie endlich eine Frisur!) und Jack White wird höchstwahrscheinlich diesen Sommer für eine ohnehin von mir vorausgesagte Renaissance des Oberlippenbarts mitverantwortlich sein. Man trägt jetzt Don Juan!

Erschüttert wurde ich zuguterletzt – aller guten Dinge sind drei – von einer Meldung bei Spiegel Online, Hemingways Hacienda sei am Verrotten. Als Reaktion darauf ziert jetzt dieses wunderbar klischeehafte Bild meinen Desktop.

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